Trainingsinhalte Kampfsport


Jiu Jitsu

Gilt als älteste und "ehrwürdigste" japanische Kampfkunst. Sie wurde von den Samurai zur waffenlosen Selbstverteidigung entwickelt. Übersetzt bedeutet Jiu Jitsu soviel wie "Die sanfte / nachgebende Kunst". Es gilt das Prinzip " Siegen durch Nachgeben". Im Jiu Jitsu wird nicht Kraft gegen Kraft aufgewendet. Vielmehr wird die Kraft des Gegners gegen ihn selbst genutzt. Ein Schüler erlernt zunächst "Kihon" (Grundschule), bestehend aus Schlag- , Stoß-, Tritt- und Beintechniken sowie die Fallschule als Voraussetzung für ein verletzungsarmes Training. Später werden die Anwendung von Würfen, Hebeln, Festlegetechniken und Bodenkampf gelehrt sowie die waffenlose Verteidigung gegen mögliche Angriffe im Alltag.
Zusätzlich gibt es die sog. "Kata", ein Formenlauf, bei dem festgelegte Techniken in vorgegebener Reihenfolge durchgeführt werden. Ein intensives Fitnesstraining gehört ebenfalls dazu.

Kids - Anfänger: Selbstbehauptung, einfache Selbstverteidigung, erste Techniken, Fallschule, Koordination u.v.m.

Breitensport: Jiu Jitsu Techniken und Selbstverteidigung

Wettkampf / Fighting Kids: Einführung in Wettkampftechniken

Wettkampf / Fighting ab U 15: Leistungsorientiertes Training


Judo

"Sanfter Weg". Judo hat sich aus dem Jiu Jitsu heraus entwickelt und setzt auf das gleiche Prinzip "Siegen durch Nachgeben", d.h. maximale Wirkung bei einem Minimum an Kraftaufwand. Im Vordergrund stehen Wurf-, Würge-, Halte- und Hebeltechniken. Tritt- und Schlagtechniken wurden entfernt, um aus einer Kunst, die bis dato vorwiegend zur Selbstverteidigung diente, eine ganzheitliche Lehre für Körper und Geist zu machen.


Kickboxen

Kickboxen ist eine moderne abendländische Kampfsportart, die man grob als Verbindung aus Karate und konventionellem Boxen bezeichnen kann. Früher wurde es auch "All Style Karate" oder "Contact - Karate" genannt. Es wird generell mit Fäusten und Füßen gekämpft. Je nach Land, Sportverband oder Kampfschule gibt es unterschiedliche Regeln dafür, welche Trefferflächen erlaubt sind und welche Techniken abgesehen von Hand- und Fußschlägen noch zugelassen werden ( z.B. Haltetechniken, Ellenbogen- und Kniestöße etc.).


Tae Know Do

Tae = Fuß (steht für alle Fußtechniken)
Kwon = Faust (steht für alle Hand- und Armtechniken)
Do = Weg (Art und Weise, Methode)

Dieser Kampfsport entwickelte sich in Korea, als das Land noch zum Japanischen Kaiserreich gehörte. Die Einflüsse des japanischen Karate sind daher unübersehbar.

Tae Kwon Do beinhaltet als moderne Sportart heute folgende Disziplinen:
1. Grundschule:
Ständiger Trainigsbestandteil aus Gymnastik und Theorie.
2. Formenlauf:
Festgelegte Techniken werden in vorgegebener Reihenfolge ohne Gegner durchgeführt.
3. Einschrittkampf:
Ein Schaukampf mit festgelegter Technikreihenfolge gegen einen Gegner.
4. Selbstverteidigung:
Waffenlose Verteidigung gegen einen oder mehrere Gegner.
5. Freikampf:
Abgesprochener oder freier Kampf in verschiedenen Kombinationen.
6. Wettkampf:
Leicht-, Semi- oder Vollkontaktkampf gegen einen Gegner.
7. Bruchtest:
Zerstören von Holzbrettern, Ziegeln oder sonstiger Materialien mittels Hand- und Fußtechniken.